Les petites wtf?!

Gute Frage, nächste Frage. Übersetzt bedeutet der Titel so viel wie "Die kleinen Freuden des Lebens". Ihr denkt Euch jetzt bestimmt "oh Gott, Französisch, hasse ich, hab ich damals direkt abgewählt", aber ich muss gestehen, Französisch ist meine Lieblingssprache. Ich hatte damals wohl einfach Glück in der Schule und super Lehrer, da hat das Ganze richtig Spaß gemacht. Nach meinem Abi hab ich sogar mal ein Semester Romanistik: Französisch studiert, weil ich dachte, dass ich die Sprache dann mal ein bisschen besser lernen kann - Pustekuchen. War leider nicht so das Gelbe vom Ei und ich hab' dann das Beifach gewechselt. Naja, wie auch immer, die Liebe zur Sprache ist geblieben. Sie geht mittlerweile sogar unter die Haut, aber dazu später mehr. Gut, dann haben wir jetzt geklärt, was der Titel soll, aber noch nicht, was dieser Blog soll. Eine Freundin meinte mal zu mir: "Oh man Lara, du könntest echt ein Buch über dein Leben schreiben!" und da ich Bücher prinzipiell eher als Staubfänger nutze, wurde es ein Blog. Ein Blog über mein Leben, meine Leidenschaften, all die verrückten Dinge, die mir tagtäglich so passieren. Dazu gehören Freunde, mein Studium, Mode und vor allem Essen. Ich hoffe, Ihr habt viel Spaß beim Lesen meines Blogs und vielleicht kann ich den einen oder anderen ja zu ein paar Dingen inspirieren.

 

 

Ich freue mich natürlich auch, wenn Ihr mich auf Instagram besucht: lespetitesjoiesdelavie_com 

 

Ganz viel Liebe,

Lara

Wenn Liebe nicht mehr ausreicht...

Ist es nicht schön, eine Person an seiner Seite zu haben, die Alles über einen weiß, immer für einen da ist und einem bei Allem zur Seite steht? Klar, wir alle sind soziale Wesen und wollen im Prinzip Nichts mehr, als geliebt und akzeptiert zu werden. Doch wie weit geht man, diese eine Person, sofern man sie denn mal gefunden hat, zu halten? Wann lohnt es sich, für eine Beziehung zu kämpfen, auf Kompromisse einzugehen und sich vielleicht sogar zu ändern und wann ist es wohl besser, einen Schlussstrich zu ziehen? Nun ja, auch bei mir hat sich der Beziehungs-status vor Kurzem geändert und ich bin wieder Single. Die letzten Tage hatte ich wirklich viel Zeit, mir über all das Gedanken zu machen und mich wieder zu sortieren. Auch wenn Ihr mich immer als gut gelaunte, starke Person kennt, so geht gerade die Trennung nach einigen zusammen verbrachten Jahren selbst an mir nicht spurlos vorbei. Nach Wut, Enttäuschung und Trauer beginne ich nun, das Geschehene zu reflektieren und mich zu fragen: Ist es nicht vielleicht besser so? Mag sein, dass das jetzt hart klingt, doch ich erkenne immer mehr, wie sehr ich mich in der vergangenen Zeit selbst zurück genommen und Dinge akzeptiert habe, die ich früher niemals hingenommen hätte. Ist man in einer Beziehung, versucht man schließlich alles Mögliche, damit das Ganze funktioniert und sucht immer zuerst bei sich nach Fehlern. Was habe ich falsch gemacht? Liegt es an mir? Was kann ich besser machen? Da ist es nur logisch, dass man beginnt, sich selbst zu verändern und weiterzuentwickeln. Sicherlich ist das auch gut, denn so kann man gemeinsam in der Beziehung wachsen. Das kann aber auch in eine falsche Richtung gehen. Was ich lange nicht wahrhaben wollte, wird langsam immer klarer: Ich war zum Schluss nicht mehr ich selbst. Früher hätte ich mir niemals von fremden Personen sagen lassen, wie ich mich zu verhalten habe. Ich habe mich für mein Verhalten nie in einem negativen Sinne rechtfertigen müssen, wurde mehr für mein Leben, meine Stärke und meine Persönlichkeit bewundert, als verachtet. Vermutlich habe ich es selbst nicht wahrgenommen, aber es gibt einfach Umstände, die einen dazu bewegen, sich anzupassen. Bei mir war es im Nachhinein sicher nicht zum Guten. Natürlich habe ich das schon irgendwo gemerkt und mich am Ende so nicht mehr wohl gefühlt. Es gibt aber trotzdem immer eine Komponente, die einen all dies hinnehmen und akzeptieren lässt: Liebe. Was will man machen, wenn man Jemanden liebt, die Umstände aber immer schlimmer werden und man das Gefühl hat, die Welt um einen herum bricht ein? Man versucht verzweifelt, Alles zu retten und dabei verliert man sich zuletzt wohl noch mehr. Ich kann Euch nicht genau sagen, was mich dazu bewegt hat, die Beziehung trotz alledem, was passiert ist, noch aufrecht erhalten zu wollen. Vermutlich war es eine Mischung aus Gefühlen, der Angst, Alles aufzugeben, der Angst, zu versagen und der Hilflosigkeit, die entsteht, wenn man sich eingestehen muss, dass man es nicht geschafft hat. Letztlich war nicht ich es, die der Beziehung ihr Enddatum gesetzt hat. Nun ist Alles vorbei und es bleibt die Frage: Ist es vielleicht besser so? War ich "blind" geworden für all das, was um uns herum passiert ist? Habe ich mich irgendwo selbst verloren und wäre ohne das Ende vielleicht nicht wieder aus diesem "Sumpf" herausgekommen? Keine Ahnung. Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Wahrscheinlich hätte ich früher oder später selbst die Reißleine gezogen, hätte es nicht vorher mein Ex gemacht. Was mich selbst nun am Meisten wundert, ist die Tatsache, dass eigentlich Alle dachten, ich wäre es gewesen. Es ist, wie es ist, und nach einigen Tagen der Reflexion kann ich sagen: Es ist besser so. Vielleicht mag es hart klingen, aber so schmerzhaft das Alles war, so gut geht es mir jetzt. Wie ein Signalschuss hat es mich zurück ins Leben geholt und mich Eines einsehen lassen: Manchmal ist Liebe nicht Alles. So traurig das auch klingt, so befreiend ist es auch: Liebe alleine kann eine Beziehung nicht aufrecht erhalten, wenn der Rest nicht stimmt. Das musste leider auch ich jetzt schmerzhaft feststellen, aber ich werde daraus lernen. Ich bin eben, wie ich bin. Dafür muss ich mich vor Niemandem rechtfertigen und das werde ich auch nie wieder machen. Mein Leben, meine Entscheidungen und meine Perspektiven. Jetzt kann ich endlich wieder selbst meine Entscheidungen treffen und den Weg gehen, den ich schon immer gehen wollte und der führt sicher nicht mehr zurück, sondern gaaaaanz weit nach vorne - #mieuxquejamais!

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