Les petites wtf?!

Gute Frage, nächste Frage. Übersetzt bedeutet der Titel so viel wie "Die kleinen Freuden des Lebens". Ihr denkt Euch jetzt bestimmt "oh Gott, Französisch, hasse ich, hab ich damals direkt abgewählt", aber ich muss gestehen, Französisch ist meine Lieblingssprache. Ich hatte damals wohl einfach Glück in der Schule und super Lehrer, da hat das Ganze richtig Spaß gemacht. Nach meinem Abi hab ich sogar mal ein Semester Romanistik: Französisch studiert, weil ich dachte, dass ich die Sprache dann mal ein bisschen besser lernen kann - Pustekuchen. War leider nicht so das Gelbe vom Ei und ich hab' dann das Beifach gewechselt. Naja, wie auch immer, die Liebe zur Sprache ist geblieben. Sie geht mittlerweile sogar unter die Haut, aber dazu später mehr. Gut, dann haben wir jetzt geklärt, was der Titel soll, aber noch nicht, was dieser Blog soll. Eine Freundin meinte mal zu mir: "Oh man Lara, du könntest echt ein Buch über dein Leben schreiben!" und da ich Bücher prinzipiell eher als Staubfänger nutze, wurde es ein Blog. Ein Blog über mein Leben, meine Leidenschaften, all die verrückten Dinge, die mir tagtäglich so passieren. Dazu gehören Freunde, mein Studium, Mode und vor allem Essen. Ich hoffe, Ihr habt viel Spaß beim Lesen meines Blogs und vielleicht kann ich den einen oder anderen ja zu ein paar Dingen inspirieren.

 

Ich freue mich natürlich auch, wenn Ihr mich auf Instagram besucht: lespetitesjoiesdelavie_com 

 

Ganz viel Liebe,

Lara

#meinkopfschmerzundich

In letzter Zeit sind so viele tolle Dinge passiert und mein Leben läuft so im großen und Ganzen echt super - wäre da nicht diese eine Sache: mein blöder Kopfschmerz. Klar, Kopfschmerzen hat jeder mal und sicher denkt Ihr jetzt, ich piense hier rum, weil ich ab und zu mal Kopfschmerzen habe. Leider nein. Ich möchte euch davon erzählen, wie es mir seit knapp einem Jahr geht und welchen Weg ich seitdem gegangen bin, um euch zu zeigen, dass auch scheinbar ausweglose Situationen am Ende vielleicht noch gut enden. Angefangen hat alles letztes Jahr an einem Montag im Juni. Ich habe ja schon immer eine kleine Wirbelsäulenschiefstellung und immer mal wieder Rückenschmerzen, wenn ich lange sitzen musste oder mich falsch bewegt habe. Natürlich waren Kopfschmerzen hin und wieder mal die Folge davon. Und klar, ich bin erst 22 und eine Frau, da hat man eben ab und zu einfach Tage, an denen der Kopf richtig brummt. Nichts, weswegen man sich kümmern sollte. Aber deswegen war ich eben in Behandlung, um die Probleme mit meinem Rücken besser in den Griff zu bekommen. An diesem Tag in der Physio wurde meine Nackenmuskulatur behandelt, es wurde viel gedehnt und am Ende war ich arbeiten. Eigentlich nichts Besonderes - Dachte ich. Seit diesem Tag habe ich fast ununterbrochen so starke Kopfschmerzen, dass sämtliche Ärzte mir nicht helfen konnten. Ich sag euch - der richtige Arzt, das ist so viel wert! Nachdem es die Tage nach der Behandlung immer schlimmer wurde, ging ich zunächst zu meinem damaligen Hausarzt, der mir vor Kompetenz strotzend nur entgegenbrachte: Frau Busch, sie werden schon keinen Tumor haben. Dass ich davon nicht ausging, war ja klar, trotzdem bin ich nach diesem Besuch nie wieder dort hin gegangen (was ein Vollidiot, sorry aber sowas geht doch gar nicht oder?!). Der Schmerz wurde immer schlimmer. Das zu beschreiben ist echt schwer, er ist am Hinterkopf beginnend und wandert meist bis zur Schläfe vor. Es fühlt sich manchmal an, als würde jemand mein Hirn zusammen drücken, es pulsiert und wird manchmal bei jeder Bewegung schlimmer, Es gibt Tage, da kann ich nicht schlafen, weil selbst mein Kissen so heftigen Berührungsschmerz auslöst, dass ich am liebsten nur weinen würde. Was dann kam, war eine Odyssee an Arztbesuchen. Neurologe, HNO-Arzt und Orthopäde konnten alle nichts feststellen, was diese plötzlichen, starken schmerzen hätte erklären können - angeblich. Immer wieder bekam ich zu hören, dass das in meinem Alter normal sei, ein paar Ibus würden nicht schaden und es gäbe eben Kopfschmerz, der unerklärlich auftrete. Als es dann hieß, eine minimale Dosis Anti-Depressiva würde helfen, war ich so schockiert, dass ich jede Hoffnung aufgab. Für mich war immer klar, dass der Schmerz eine Ursache haben muss und Medikamente würde ich nicht nehmen, wenn sie nicht die Ursache bekämpfen. Mittlerweile habe ich ein Dauer-Abo bei Ibus, ich gehe nie mehr ohne welche aus dem Haus. Die Schmerzen begleiten mich seit dem und haben echt mein Leben eingenommen. Klar, meist merkt man mir das nicht an, aber gerade abends bin ich oft richtig down, habe keine Lust mehr, was zu machen, weil mein Hirn so schlimm brummt. Schlafen fällt schwer, mein Bett ist echt mein bester Freund geworden seit dem. Alle meine Freunde müssen echt darunter leiden, ich habe so oft schlechte Laune deswegen und das bekommen sie meist völlig unschuldig und unfairerweise zu spüren. Als ich schon dabei war, keine Hoffnung mehr zu haben, habe ich durch Zufall eine tolle neue Hausärztin gefunden, die mich an eine Schmerzärztin überwies. Und was dann geschah. habe ich seit dem nicht erlebt. Sie hat sich wirklich über eine Stunde Zeit genommen, meine Geschichte angehört und ich hatte das erste Mal seit Langem das Gefühl, dass mir jemand wirklich helfen will und vor allem, dass mich jemand ernst nimmt. Ich bilde mir die Schmerzen nicht ein und wer mich kennt weiß, dass ich wirklich leide. Nach ausführlichem Gespräch kam sie zu dem Schluss, dass es ein muskuläres Problem sein muss, wenn nicht sogar schon die Gelenke der Halswirbelsäule betreffend. Ich bekam eine bestimmte Medikation, die zu meiner Enttäuschung leider nicht anschlug. Bei einem zweiten Treffen dann riet sie mir, mich an einen neuen Physio-Therapeuten zu wenden. Das tat ich dann auch und er war völlig schockiert, als ich ihn erzählte, was an diesem besagten Tag im Juni für Übungen gemacht wurden. Ich wusste schon immer irgendwie, dass diese Behandlung ausschlaggebend für meinen Schmerz sein musste, aber da keiner der Ärzte, die ich seit dem besucht hatte, meiner Meinung war, gab ich den Gedanken irgendwann auf. Bis heute. Letzte Woche war ich dann in Bielefeld bei einem Arzt, der sich auf Homöopathie spezialisiert hat. Mit meinem Latein, meinen Nerven und meiner Hoffnung am Ende, ist es mir mittlerweile echt egal, welche Behandlungen ich bekomme, solange sie nur helfen. Auch hier gab es ein super ausführliches Gespräch, das ziemlich eindeutig endete: Für ihn war sofort klar, dass ich durch diese mechanische Behandlung einen Bandscheibenvorfall der HWS erlitten habe, der seit dem unbehandelt immer schlimmer wurde. Völlig geschockt darüber, dass keiner der von mir aufgesuchten Ärzte das trotz zahlreicher Röntgenbildern erkannt hat, gab er mir den Rat, mich an einen neuen Orthopäden zu wenden. Und das werde ich jetzt auch machen. Als ich seine Diagnose gehört habe, war ich zum einen natürlich geschockt, denn ich war seit der Behandlung noch 3 Mal in dieser Physio-Praxis und kann immer noch nicht so recht glauben, dass es wirklich davon kommt. Zum anderen war ich aber auch ein bisschen erleichtert, endlich eine mögliche, greifbare Ursache für meine Schmerzen bekommen zu haben, an der man hoffentlich arbeiten kann. Mal schauen, was die nächsten Wochen so bringen, ich hoffe einfach nur, dass es wirklich die Ursache ist und, dass es bald besser wird. Ich möchte jetzt kein Mitleid oder so, aber vielleicht hilft der Post ja Einigen, die Ähnliches erlebt haben oder ähnliche Probleme haben. Schade, dass ich mit meinen Ärzten so viel Pech hatte, so geht es aber sicher Vielen! Ich will damit nur zeigen, dass es sich lohnt, durchzuhalten und wenn Ihr euch nicht richtig gut behandelt fühlt bei eurem Arzt, habt echt den Mut, ihn zu wechseln! Im Nachhinein hätte ich viel früher mehrere Meinungen einholen sollen, ich wollte aber nie meine Meinung über die der Ärzte stellen. Aber auch die sind nur Menschen und können sich mal irren :) Also Kopf hoch und Weitermachen :D 

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